Der EM-Check: Portugal stürmt die Alpen

22 Mai, 2008 um 3:24 pm | Veröffentlicht in Europameisterschaft, Fußball | Hinterlasse einen Kommentar

Noch gut zwei Wochen bis zum Eröffnungsspiel der Europameisterschaft. 16 Nationen kämpfen um den kontinentalen Meistertitel. sportsworldblogger stellt ihnen ab heute jeden Tag einen der Teilnehmer vor. Den Anfang macht: Portugal

Für Portugal ist es das erste Tunier ohne den ehemaligen Weltfußballer Luis Figo und auch Pauletta, Rekordtorschütze der Südeuropäer ist nicht mit an Bord. Doch sie scheinen kaum vermisst zu werden. Nicht einmal Mittelfeldstar Maniche hat Trainer Luiz Felipe Scolari, der Brasilien bereits zum Weltmeistertitel führte, nominiert. Allerdings setzt er weiter auf geballte Offensivkraft. Gleich sieben Stürmer hat er nominiert. Doch was auf dem Papier nach einer Alles-Nach-Vorn-Taktik aussieht, ist gut durchdacht. Mit Christiano Ronaldo, Ricardo Quaresma sowie Nani sind drei seiner offiziell als Angreifer mitreisenden Spieler durchaus auch im Mittelfeld rund um Deco einsetzbar. Für dieses hat Scolari nur fünf Spieler auf dem Zettel. Doch durch die flexible Einsatzmöglichkeiten der Offensivkräfte kann schnell vom bevorzugten 4-2-3-1 mit schnellen Flügelläufern auf 4-3-3 oder gar 5-4-1 umgeschaltet werden.

Problem auf Links

Schwachstelle der Portugiesen ist ihre Abwehr, speziell auf der linken Außenposition. Während die Innenverteidigung mit Ricardo Carvalho, Bruno Alves, Pepe oder auch Fernando Meira vergleichsweise stark bestetzt ist, konnten auf Links weder Jorge Ribeiro noch der vielseitige Paulo Ferreira vom FC Chelsea überzeugen. Wen Trainer Scolari auf dieser Position auflaufen lässt, wird sich wohl erst nach dem letzten Testspiel am 31.05 gegen Georgien entscheiden. Im Tor stehen wird wie bei der EM im eigenen Lande vor vier Jahren Ricardo. Damals avancierte er zum Nationalhelden, als er im Halbfinale gegen England im Elfmeterschießen einen Schuss ohne Handschuhe hielt und den anschließenden Elfmeter für Portugal selbst verwandelte. 

Souverän qualifiziert

Schon in der Qualifikation zeigten sich die Portugiesen sturmfreudig. Sie hatten mit die meisten Torschüsse (über 100), konnten jeden fünften davon im Tor unterbringen. Dank des starken Mittelfeldes waren sie mit durchschnittlich 59% Ballbesitz auch das Team, welches den Ball die meiste Zeit in den eigenen Reihen halten konnte. Dies führte dazu, dass sich die Portugiesen mit nur einer Niederlage (1:2 gegen Polen) souverän für die EM qualifizieren konnten. Den Löwenanteil daran hatte Cristiano Ronaldo, der ein Drittel der 24 Tore erzielte. Auf ihm ruhen auch die Hoffnungen für die Europameisterschaft.

Die Gruppengegner

Der erste Gegner in der Gruppe A  für Portugal wird die Türkei sein. In einem Freudschaftsspiel besiegten diese am vergangenen Mittwoch die Slovakei und wollen sich in zwei weiteren Partien vor der EM Selbstvertrauen holen. Außerdem trifft man auf die Tschechen. Sie qualifizierten sich als Gruppensieger, müssen allerdings auf den verletzten Mittelfeldstar Tomáš Rosický verzichten. Schwer einzuschätzen werden die Schweizer sein, welche seit zwei Jahren kein Pflichspiel mehr bestritten haben, da sie als Gastgeber bereits qualifiziert waren. Als solcher wird ihnen das eigene Publikum sicher gehörigen Auftrieb verschaffen, doch auch Trainer Jakob Kuhn muss bei einer ohnehin dünnen Personaldecke auf zahlreiche Verletzte verzichten.

Kader Portugal
Tor:
Ricardo (Real Betis Balompié), Quim (SL Benfica), Rui Patrício (Sporting Clube de Portugal).

Abwehr: Paulo Ferreira (Chelsea FC), Ricardo Carvalho (Chelsea FC), Bosingwa (FC Porto), Bruno Alves (FC Porto), Jorge Ribeiro (Boavista FC), Miguel (Valencia CF), Fernando Meira (VfB Stuttgart), Pepe (Real Madrid CF).

Mittelfeld: Petit (SL Benfica), Deco (FC Barcelona), Raul Meireles (FC Porto), Miguel Veloso (Sporting Clube de Portugal), João Moutinho (Sporting Clube de Portugal).

Sturm: Nuno Gomes (SL Benfica), Simão Sabrosa (Club Atlético de Madrid), Cristiano Ronaldo (Manchester United FC), Nani (Manchester United FC), Hugo Almeida (Werder Bremen), Ricardo Quaresma (FC Porto), Hélder Postiga (Panathinaikos FC).

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