Der EM-Check: Polen – Der Beginn einer neune Ära (?)

5 Juni, 2008 um 11:33 pm | Veröffentlicht in Europameisterschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Nach dem Aus in der WM-Vorrunde vor zwei Jahren übernahm Trainerfuchs Leo Beenhakker das Steuer bei den Polen. Der Kader wurde kräftig umgekrempelt. Mit Erfolg: Noch vor Portugal in der Gruppe qualifizierte sich das Team für die Europameisterschaft. Doch vor der EM hat das Team mit zahlreichen Problemen zu kämpfen.

„Jeder freut sich natürlich auf die EURO 2008, aber das ist nicht das Ende. Es ist der Beginn einer neuen Ära für den polnischen Fußball“, so Beenhakker. Er arbeitet mit den Polen auf die EM im eigenen Lande 2012 hin. Bisher sind sie auf einem guten Weg. Die Qualifikationsspiele liefen zumeist recht erfolgreich. Auch wenn nur acht der vierzehn Spiele gewonnen werden konnten. Beenhakker baute dabei auf Maciej Żurawski, dem er die Rolle des Kapitäns übertrug. Als solcher blühte der 32-Jährige regelrecht auf.

Die neue Flexibilität

Żurawski ist einer von drei nominellen Stürmern die mit zur EM fahren. Doch dank der flexiblen Einsetzbarkeit der Spieler kann Trainer Beenhaker im Sturm auch einige seiner Mittelfeldleute in der Spitze einsetzen. So hat er beispielsweise Euzebiusz Smolarek, eigentlich Stürmer, offiziell als Mann fürs Mittelfeld nominiert. Praktisch wird jedoch Smolarek die zweite Spitze bilden. Zumindest wenn Beenhakker 4-4-2 spielen lässt. Im Verlauf der Quali stellte er immer mal wieder, je nach Situation auf 4-5-1 oder auch 4-3-3 um. Konstant dabei bleibt die Vorliebe der Trainers das Spiel über schnelle Außen anzutreiben.

Wer soll „Kuba“ ersetzen?

Für diese Positionen waren an sich die Bundesligaprofis Jakub Błaszczykowski, genannt Kuba, und Jacek Krzynówek vorgesehen. Doch die Muskelverletzung von Błaszczykowski verschlimmerte sich im Training, sodass die EM für ihn wohl schon vor dem ersten Spiel zu Ende ist. Der Trainer nominierte  Lukasz Piszczek nach, doch wer Kuba ersetzten soll ist noch unklar. In den Vorbereitungsspielen lief Wojciech Łobodziński für ihn auf, jedoch wenig überzeugend. Im zentralen Mittelfeld setzt Beenhaker vor allem auf defensive Mittelfeldspieler. Mariusz Lewandowski gilt dafür als gesetzt. Neben ihm ließ der Trainer in den Freundschaftsspielen Dariusz Dudka auflaufen, welcher sich durchaus in guter Form präsentierte. Auch die Abwehr ist mit Wasilewski, Jop, Bąk, Wawrzyniak wohl gesetzt. Sie ist insgesamt der international erfahrendste Mannschaftsteil. Alle spielen im Ausland und auch im Europapokal.

Mäßige Vorbereitung

Die Spiele nach der EM-Quali verliefen für die Polen meist nicht zurfrieden stellend. In der Vorbereitung kam man gegen Mazedonien nicht über ein 1:1 hinaus, gegen Albanien gewann man glücklich mit 1:0 und auch gegen Dänemark konnte Polen keinen Sieg feiern. Dabei trat das Team von Beenhakker meist ohne große spielerische Raffinesse auf. Das Fehlen von Błaszczykowski machte sich deutlich bemerkbar. Auch die Hintermannschaft wackelte des Öfteren. Doch dies war schon in der Quali zu beobachten, nur sechs der vierzehn Spiele endeten zu Null. Im Auftaktspiel treffen die Polen auf die DfB-Elf, welche aus dem vollen schöpfen kann und ohne Verletzungsprobleme in diese EM geht. Doch es ist Vorsicht geboten. Durch die Flexibilität der Spieler lässt Trainer Beenhakker öfter die Positionen wechseln um die vorgesehene Zuordnung des Gegners durcheinanderzubringen.

Der polnische Kader
Tor: Artur Boruc (Celtic FC), Tomasz Kuszczak (Manchester United FC), Łukasz Fabiański (Arsenal FC).

Abwehr: Jacek Bąk (FK Austria Wien), Marcin Wasilewski (RSC Anderlecht), Paweł Golański (FC Steaua Bucureşti), Mariusz Jop (FC Moskva), Adam Kokoszka (Wisła Kraków), Jakub Wawrzyniak (Legia Warszawa), Michał Żewłakow (Olympiacos CFP)

Mittelfeld: Wojciech Łobodziński (Wisła Kraków), Mariusz Lewandowski (FC Shakhtar Donetsk), Rafał Murawski (Lech Poznań), Łukasz Garguła (GKS Bełchatów),  Lukasz Piszczek (Herta BSC), Jacek Krzynówek (VfL Wolfsburg), Roger Guerreiro (Legia Warszawa), Euzebiusz Smolarek (Real Racing Club Santander)

Sturm: Maciej Żurawski (Larissa FC), Tomasz Zahorski (Górnik Zabrze),Marek Saganowski (Southampton FC).

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